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Mai 2009

April, April...
Der Aprilscherz als Eigentor
Foto: "Kaffeebäume" vor dem Wiener Rathaus "Der Aprilscherz in der Krise" titelte am 31. März die Saarbrücker Zeitung Besorgnis erregend. Um Abhilfe bemüht, das Traditionssterben abzufangen, wollte ich schnell einen fertigen Artikel zum Kaffeeanbau in Wien an ein paar liebe Bekannte schicken. Schnell bei einem Newsletter-Programm angemeldet, Adressen und Text einfügen und los geht's. Heraus kam eine Flut von Anmelde-Links, den eigentlichen Text haben nur wenige erhalten. Immerhin entstand so der Anreiz, wieder mit einem Newsletter ab und an aus dem Hause Bauer und Markgraf zu informieren. Hier also die erste Ausgabe aus Wien!

Zeitraffer
Neues am Neunten aus Indien endete im Juni 2008 - Was seither geschah
Seit Juni letzten Jahres sind wir schon zurück aus Indien und die Neuigkeiten am Neunten hatten eine sehr lange Pause.
Den Sommer widmeten wir Besuchen bei Freunden und Verwandten. Im Spätsommer standen Wohnungssuche und der Umzug nach Wien auf der Agenda. Andreas Berufsstart nach der Karenz – wie man die Elternzeit in Österreich nennt –, Betreuungsplätze für die Kinder, Bürokratisches, das Herstellen von Gemütlichkeit im neuen Umfeld und nicht zuletzt der Wiedereinstieg nach Europa: Alles brauchte seine Zeit und bekam sie auch.
Der lange Wiener Winter machte es auch einem Wieder-Einsteiger in die Stadt nicht leicht schöne Worte für Charakteristisches und Außergewöhnliches zu finden.
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Ostern in der Großstadt und Östernester im Wiental
Von den Schwierigkeiten des Osterhasen bei Gartenmangel und Indoor-Antipathie
Foto: Nicht leicht für den Osterhasen, in der Stadt ein Versteck zu finden Die Pläne für unseren nicht gerade sonnenverwöhnten Innenhof sind geprägt von Realismus: Der Boden ist schlecht, nur wenige Pflanzen gedeihen in der Schattenlage und die immervollen Mülltonnen (Mistkübel sagen wir in Österreich) erschweren die Umgestaltung zur grünen Oase. Eine Sandkiste, eine Schaukel und eine Rutsche sollen dennoch her, als Ausweichmöglichkeit zu den im Sommer überfüllten öffentlichen Kinderspielplätzen. Nach Ostern soll es losgehen mit der Aufwertung des Außenbereichs. Nach Ostern!
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Alle Vöglein sind schon da!
Fahrrad-Tour zum Frühlingserwachen im Nationalpark Neusiedler See
Foto: Radweg Welt-Erbe Neusiedler See Vom Wiener Südbahnhof fährt man mit dem Zug gerade einmal 45 Minuten bis zu dem einzigartigen Flachsee im Burgenland. Etwa 40 Fahrräder im vollbesetzten Zug lassen erkennen, dass viele Wiener den See als Frühlings-Ausflugsziel schätzen. Und man lockt sie mit großformatigen Plakaten: Eine scharf angeschnittene Radfahrerin vor der Kulisse des Schilf bewachsenen See-Ufers fragt platonisch: „Kennen Sie das Gefühl?“ Die Tourismuswerbung des Bundeslandes im Süden Wiens hofiert die Radfahrer als umwelt-, genuss- und gesundheitsbewusste Zielgruppe. X Radwege wurden ausgebaut und eine kostenfreie Karte weist den Weg. Wie wertvoll die Karte ist wird deutlich, wenn man sich ohne sie auf Entdeckungsfahrt begibt. Viermal fragen, vier Antwortvarianten mit vier verschiedenen Richtungsangaben: „Auto-mobil“ denkende, Abkürzungen anratende, ortsunkundig „glaubende“ und Distanz schlecht bewertende Einheimische. Die Beschilderung weist den Weg sporadisch und undetailliert – die Qualität der Wegweiser steht weit hinter der der Wege zurück.
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Haus und Hof:
Foto: Unser Mitbewohner GuyWas sich schon in Berlin bewährt hat, funktioniert auch in Wien. Eine geräumige vier Zimmer-Wohnung, die wir uns alleine garnicht leisten möchten, teilen wir uns seit November mit Guy. Das passt wie verrückt, weil der 55-jährige US-Amerikaner selbst zwei Kinder (quasi in unserem Alter) und drei Enkel hat.  Und den Englisch-Unterricht gibts im Austausch zu leckerer selbstgekochter Hausmannskost.

Work-Life Balance
 Noch bis nächsten Januar darf ich die Elternzeit mit Samiran genießen - ein großzügiges Angebot des Staates Österreich. Beruflich kann ich dennoch am Ball bleiben, weil mir respect einen Teilzeit-Vertrag angeboten hat. Für das Tourismus-Institut betreue ich deren Webseite und bin in der Presse-und Öffentlichkeitsarbeit u.a. für die Herausgabe einer Info-Mail zu Tourismus-Entwicklung-Umwelt-Sozialem und Nachhaltigkeit zuständig. Die erste Ausgabe ist gerade erschienen.

Auf eigenen Füßen
Foto: Logo von respontour.net, ein grünes Strichmännchen oder Strichweibchen, das auf einer blauen geschwungenen Oberfläche steht und mit einem Arm nach einem blauen Stern greift. Im Januar habe ich nach mehrjährigem E-Mail-Austausch Susanna endlich persönlich kennen- und schätzen gelernt. Und seit Februar arbeiten wir zusammen als respontour, einer Agentur für Nachhaltigen Tourismus im deutschsprachigen Raum. Anfangs ging alles Hals-über-Kopf, weil die Tourismusmesse ITB schon vor der Tür stand. Mit Rändern unter den Augen von schlaflosen Nächten konnten wir Mitte März beim Responsible Tourism Networking in Berlin unser Unternehmen vor großem Publikum erfolgreich präsentieren. Gerade rechtzeitig, wie die positive Resonanz auf den ersten Spezialanbieter in diesem Segment zeigt.

Die Welt in Bildern
Langsam, ganz langsam, kehrt Ordnung ein in der Bilderkiste, die wir aus Indien heimgeschleppt haben. Die schönsten Fotos sind endlich thematisch in Galerien eingeordnet - z.B. Hände:

 

  

   

Zuckerl
Joachim hat bei seinem Besuch in Wien das fotografisch eingefangen, was dem Einheimischen oft in der Bilderflut verloren geht. Das Bemerkenswerte im Alltäglichen. Exzellent!

  

mehr auf Joachims Flickr account

Ständige Baustellen
Der agricolus-BLOG ist meine Wildwuchs-Wiese, die agricolus-Webseite will mal gerne der Englische Rasen meiner Text-,  Bild- und Informations-Verdauung werden.

Kontakt:

Marcus Bauer
Missindorfstr. 33/14
1140 Wien - Österreich
Festnetz: +43-1-9233140
Mobil: +43-680-2078790

e-Mail: marcus@agricolus.de